Mecklenburg-Vorpommern 2026 Woche 2


Tag 8, Samstag 16.Mai 2026

Morgenstimmung am Kummerower See

Unsere zweite Woche beginnt vielversprechend.  Strahlend blauer Himmel,  ganz wenige Wolken.  Bis wir uns nach draußen begeben und uns der eiskalte Polarsturm erwischt. 


Wir versuchen uns so gut es geht hinter Pepe im Windschatten zu verstecken. So gelingt das Frühstück in der Sonne halbwegs. 
In Anbetracht der Wetterlage erwandern wir den Verchener Naturerlebnispfad. 




Damit ihr auch wisst, wer die 
tollen Fotos für diesen Blog macht 






Details auf relive
Zurück am Campingplatz füllen wir den Elektrolythaushalt am Kiosk wieder auf. Gerade als wir durch den Hafen schlendern wollen sehen wir, wie eine Regenfront über den See rasch auf uns zukommt. Wir schaffen es noch rechtzeitig trocken in unser Schneckenhaus.
Ein tolles Naturschauspiel beginnt. Sonne und Regen wechseln sich quasi im Minutentakt ab und man kann es über den See hereinziehen sehen. Ziemlich spektakulär. 
Während Ricki Hühnerfilets in Zucchini Tagliatelle mit Rahmsauce kocht geht plötzlich der Himmel auf und die Sonne scheint durch.


Jetzt aber schnell den Tisch gedeckt und ab nach draußen. 


Bei einem kleinen Verdauungsspaziergang treffen wir wieder auf die Ziegenherde.


Kaum zurück beginnt der nächste Schauer und wir suchen wieder Schutz im Inneren des Wohnmobils. Diesmal ist auch ein wenig Hagel dabei. Und um dem ganzen dann noch die Krone aufzusetzen lösen sich kurz vor Sonnenuntergang die meisten Wolken auf. Die Bilder lasse ich einfach unkommentiert. 






Tag 9, Sonntag 17.Mai 2026

Nach einem tollen Sonnenuntergang kommt auch ein wunderbarer Morgen. 


Für uns heißt es Abschied nehmen vom Kummerower See. 
Nach einem Frühstück mit frischen Brötchen vom Kiosk wird der Pepe abfahrbereit gemacht und wir ziehen weiter Richtung Plauer See.


Es geht wieder üblich über kleine Landesstraßen und als wir eine Autobahn überqueren, sticht mir eine Windmühle ins Auge. Es ist das Freilichtmuseum Agroneum. Kurz nachgeschaut,  der Hund darf mit und schon sind wir drin. 
Blöderweise ist heute auch noch Tag des Museum und somit halber Eintritt. 











Weiter gehts zum heutigen Stellplatz im Bauernhof Bode am Plauer See.  Ich war zwar anfangs skeptisch, ob da nicht zu viel los ist aber das sollte sich nicht so erweisen. Es steht mit uns zwar noch ein zweiter Camper, aber da ist sooo viel Platz.


Hier ist es einfach traumhaft. So viele verschiedene Tiere.





Ich nehme wieder das Fahrrad für eine Runde und düse den See entlang und dann eine Runde durch den Wald.


Ui, der Rewe hat Sonntag nachmittags geöffnet, dann schnell noch ein paar Bier mitgenommen. 


Die gesamte Tour wieder auf relive

Heute ist endlich ein Abend zum draußen verweilen, nix wie raus mit der Outdoor Küche. 



Wir grillen uns die Wildschwein Steaks und garnieren das mit Erdäpfel in Steinpilzbutter.  Was soll ich sagen, ein Gedicht. 


Und weils heute so richtig passt werden die Nachbarn heute unterhalten. Aber mit dem Sonnenuntergang wird es auch wieder frisch und wir verlagern unsere Tätigkeiten nach drinnen (wie Blog und Logbuch schreiben,  nicht das was ihr schon wieder denkt)


Tag 10, Montag 18.Mai 2026

Heute ist gleich in der früh "Kurze Hose Wetter", oh wie schön ist das.


Wir verabschieden uns noch von Bauer und Tieren bevor es weitergeht. 



In Plau werden wieder die Lebensmittel aufgefüllt und Pepe getankt. Und dann ein weiteres Highlight, der Bärenwald Müritz. Dieser ist ebenso vom Verein 4Pfoten geführt wie jener in Arbesbach ( siehe DACH Tour 2025). Wir haben Glück und sehen 4 der 11 Bären.




Chasty ist zwar nicht uninteressiert an den Bären, aber die Menschen die in alle betatschen nerven ihn mehr.
Wir ziehen weiter südlich über diverse Landstraßen und kommen an die Brandenburger Grenze. 



Unser Tagesziel ist die Halbinsel Schlaborn, besser gesagt der dortige Campingplatz. 


Wir richten uns häuslich ein und schon geht's für mich in einer kleinen Runde um den See (und 3 weitere)





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Abenteuerlich ist die Dusche am Campingplatz.  Diese ist gut 500 m von den Stellplätzen entfernt,  mitten im Wald. Aber wir stellen uns natürlich dieser Herausforderung. 


Das Abendessen bereiten wir noch in der Outdoor Küche zu, aber es beginnt wieder ein kalter Wind vom See. Es geht also danach wieder mal rasch nach drinnen.

Tag 11, Dienstag 19.Mai 2026

Die erste Nacht ohne Heizung. Warum wir noch immer Gas in unserer Gasflasche haben? Keine Idee ...



Es spricht also überhaupt nix für die Benutzung der Outdoor Küche. 


Nach dem Morgenritual teilen sich unsere Wege wieder. Während ich mich aufs Fahrrad schwinge erkunden Chasty und Ricki die Halbinsel. 




Baby Ringelnatter

Meine Radtour ist heute den Rheinsberger Seen gewidmet,  deren gibt es etliche





Mein Weg führt mich aber auch an vielen Weiden vorbei.


Spannend ist auch der Teil durch den ehemaligen DDR Truppenübungsplatz. 


Da fühlt man sich so richtig gut, wenn diese Schilder alle 50 Meter links und rechts neben der Straße stehen.

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Zurück am Campingplatz warten meine beiden schon auf mich. Nach einem frischgebrühten Kaffee gehts rasch auf Wanderung zur Dusche. 
Der Rest des Tages wird in den Sonnenliegen verbracht. Zum (draußen zubereiteten) Abendessen gibt es heute Tortellini Genovese mit Vogerlsalat.


Und nachdem das Wetter heute sehr einladend ist, darf die Gitarre auch wieder Frischluft schnuppern.


Bei "Hotel California" schlendert gerade eine Rentner Gang vom Strand hoch zu Ihren Wohnmobilen und ist sichtlich angetan. Sie setzen sich in die Gartenlaube neben uns und es beginnt ein lustiger Abend. Die 4 Herren sind übrigens begeisterte Schrauber und haben selbst alte US Cars bzw alte Trabis. Man holt Bier und Wein und die Zeit vergeht. Nach und nach setzt sich auch der eine oder andere Dauercamper auf seine Terrasse,  zündet eine Kerze an und schenkt sich ein Glas Wein ein. Auch unsere sonst sehr introvertierten Stellplatz Nachbarn setzen sich vor ihren Camper. Musik verbindet und macht einfach gute Laune.
Kurz vor der Nachtruhe um 22 Uhr begeben sich dann alle wieder zu ihren Wohnmobilen.
Als Erinnerung für mich: einer der Herren war früher Platzwart am Camping Drei Gleichen in Thüringen 

Tag 12, Mittwoch 20.Mai 2026

Leider stimmt der Wetterbericht und es ist total Wolkenverhangen mit zwischendurch Regen. Das soll hier in der Region auch den ganzen Tag so bleiben. 


Also ändern wir mal wieder unsere Pläne und verlegen unser Etappenziel einfach in die Niederlausitz.  So schön der für heute geplante Campingplatz an einem Ziegelteich auch gewesen wäre, bei Regen macht es halt mehr Sinn zu fahren als am Tei h zu sitzen. Nachdem Pepe versorgt und frische Lebensmittel sowie Hundefutter gebunkert wurden, sind wir schon am Highway. 


Es geht einmal westlich um Berlin, mal bei Regen und mal bei Sonne. 


Die letzten Kilometer geht es wieder über Landesstraßen bis zum Ziegenhof Zwölf Eichen.  Hier haben wir einen tollen Stellplatz direkt an der Ziegenweide.


Wie schön kann ein Stellplatz sein?
Wir decken uns noch mit Köstlichen aus dem Hofladen ein und gönnen uns Ziegeneis, welches wir im Sonnenschein verdrücken.


Viel haben wir mit dem Umplanen nicht falsch gemacht,  oder?


Während wir unser Abendessen draußen zubereiteten,  zieht das angekündigte abendliche Gewitter bedrohlich auf, hält sich aber exakt an den Wetterbericht. 


Wir können die mediterranen Hühnerfilets noch fertig essen und alles wegräumen bevor es zu schütten beginnt. 


Aber bereits nach wenigen Minuten ist das Spektakel aber schon wieder vorbei und die Sonne lässt sich nochmals blicken.

Tag 13, Donnerstag 21.Mai 2026

Happy Birthday an unser Kind.

Gleich in der früh bekommen wir wieder Besuch. 



 Chasty beobachtet die Herde komplett entspannt.  Wir frühstücken ausgiebig in der Sonne bevor wir uns heute an die Tschechische Grenze begeben.  Irgendwie hält sich das Wetter heute überhaupt nicht an die Vorhersage.  Statt sonnig ist es durchgehend bewölkt. 


Aber immerhin ist es trocken und warm. Wir steuern den ausgewählten Bauernhof in Naundorf an und stehen hier wieder einsam am Weidezaun.  Diesmal sind Kühe unsere Nachbarn. 


Bauer Felix erklärt uns, dass wir uns hier in einem Wolfsgebiet befinden und man sie oft des Nachts heulen hört. Na wir sind mal gespannt. 
Nach einem kleinen Mittagssnack bewege ich wieder mein Fahrrad (dank Sonne von gestern ist es wieder bei knapp 80% Akku).



Wunderbare Natur, tolle Wege und angenehme Temperatur, so wie die Aussicht auf das Highlight erleichtern die Höhenmeter. 


Aber leider hat der Biergarten geschlossen und ich muss durstig die letzten Kilometer in Angriff nehmen.

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Das Abendessen wird wieder Outdoor zubereitet. 



Nachdem der Wind auffrischt verbringen wir den Abend windgeschützt im Pepe bei offener Tür und zocken wieder Einmal was das Zeug hält.

Tag 14, Freitag 22.Mai 2026


Ein wunderschöner Morgen beginnt mit einem ausgiebigen Frühstück.  Wir machen uns aus den letzten Eiern und den Resten von Paprika, Frühlingszwiebel und Schinken ein herrliches Omelett.
Heute geht es ein weiteres Stück Richtung Heimat. 


Auf den Straßen merkt man schon den beginnenden Pfingstreiseverkehr. Einige sehr schöne Autos sind schon zu diversen Veranstaltungen unterwegs. 




Wir kommen trotzdem gut voran und überqueren bald die tschechische Grenze.



Unser Ziel ist der Campingplatz Pohádkový Mlýn in Dolní Kalná.


Dieser wird von einer Holländerin betrieben, die sich vor vielen Jahren in die Gegend verliebt hat und als sich die Gelegenheit ergab die alte Mühle gekauft und zu einem Campingplatz umgebaut hat.
Man merkt hier die Liebe zum Detail. 

Tausendfüßler 

Hundezone

Der Platz ist einfach perfekt für uns. Ruhig und wenig Camper.
Eigentlich wollten wir ja nur 1 Nacht bleiben, melden aber sofort für 2 Nächte an. Einfach zu schön hier.  



Zum Abendessen machen wir uns Bärlauch Schweinenacken Steaks mit Kartoffel in Steinpilzbutter.  Ach wie wird mir das alles nächste Woche abgehen.


Nach dem Abwasch hole ich ob der hervorragenden Abendstimmung die Gitarre raus. Höflich wie ich nun mal bin melde ich mich vorher bei den Nachbarn "Wenns zu laut ist oder stört bitte Bescheid geben. Wenns gefällt den Sessel und das Glas Wein nehmen und dazusetzen". Es hat keine 2 Lieder gedauert, dann saßen Franky und Reni bei uns. Die beiden sind gerade am Rückweg von einem Baltikum Trip nach Augsburg. Gespielt habe ich nicht mehr viel, aber wir haben uns gegenseitig lustige Geschichten und schöne Erinnerungen bis kurz vor Mitternacht erzählt. 

Tag 15, Samstag 23.Mai 2026



Wir beginnen den Tag mit Striezel und Bialetti.  Wie sonst.
Auch heute ist wieder geteiltes Programm. Fellnase wird zum Wandern begleitet.





Und das macht bekanntlich müde.
Währenddessen erkunde ich mit dem Fahrrad die Gegend. 



Und werde klassisch an einem Bahnübergang ausgebremst. Es geht zuerst über ein paar Hügel nach Vrchlabí.



 In der Altstadt finde ich auch einen Billa und kann Kaffee einkaufen,  somit müssen wir morgen nicht ohne auf den Highway. 
Der weitere Weg führt mich die Elbe entlang bis Hostinné.


Am Weg kreuze ich mehrmals eine Materialseilbahn mit Hunderten von Lastenkörben. Wie sich später herausstellen sollte gehören die zu einem Betonwerk.



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Zurück am Campingplatz wird erst mal ordentlich entspannt. 


Am Nachmittag trifft dann ein holländisches Paar am Campingplatz ein. Sie mit einem Tourenmotorrad und er mit einer Beiwagenmaschine. Mit Hund!


Davon hatte ich zwar schon öfters gehört, aber live gesehen hatte ich das noch nie. 


An unserem letzten Tag machen wir uns noch ein feines Champignons Risotto.
Und dann, ja dann mache ich etwas, was ich in den bisherigen 6 Pepe Saisonen erst einmal gemacht habe. Ich nutze das Tablet  zum Fernsehen. 



Leider verliert Österreich gegen Deutschland dieses WM Spiel dann aber doch deutlich.

Gute Nacht.

Tag 16, Sonntag 24.Mai 2026

Heimreisetag, irgendwann geht auch der schönste Trip zu Ende.
Nach dem Frühstück packen wir unsere Sachen,  drücken am Navi auf "Daheim" und ab.
Zunächst fahren wir durch das niederrangige Straßennetz bis zur Autobahn.  Ein letztes Mal schlängeln wir uns durch die Berge hoch und wieder hinunter. 



Das Navi lotst uns dann von der Autobahn hinunter und wir umfahren Prag auf der Bundesstraße.  Ich weiß nicht, ob das die schnellste Variante war, jedenfalls war es schöner.

 
Auf der Autobahn geraten wir dann 2x in einen kurzen Stau an Baustellen.


Im großen und ganzen läuft der Verkehr aber sehr gut und wir überqueren kurz nach 13 Uhr die Grenze bei Mikulov. 


Als wir eine Stunde später daheim einparken werden wir schon erwartet. 


Daheim sein hat ja auch seine schönen Seiten. 



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